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Fokus – deine Superkraft

Berglandschaft, Aussicht auf einen anderen Berg, Person sitzt auf einem Stein und fokusiert eine Bergspitze

Wir leben in einer Zeit permanenter Ablenkung. Nachrichten, Reize, To-do-Listen, Benachrichtigungen. Unser Geist neigt dazu von einem Impuls zum Nächsten zu springen, oft ohne, dass wir es bewusst bemerken und doch spüren viele Menschen: Etwas stimmt nicht ohne es genauer identifizieren zu können.


Dieses Etwas ist Fokus.


Fokus ist weit mehr als bloße Konzentration. Er ist die Fähigkeit, die eigene Wahrnehmung zu bündeln, die innere Energie zu sammeln und das eigene Bewusstsein auf einen Punkt auszurichten. Dort, wo Fokus entsteht, entsteht Klarheit. Und wo Klarheit entsteht, wird Veränderung möglich.



Dein Gehirn und Multitasking


Die moderne Welt verlangt Multitasking – doch dein Nervensystem bevorzugt etwas anderes.


Neurowissenschaftlich ist klar: Das Gehirn kann nicht mehrere Dinge gleichzeitig bewusst verarbeiten. Es schaltet lediglich sehr schnell zwischen Aufgaben hin und her. Dieses sogenannte „Task Switching“ kostet enorme Energie. Jedes Umschalten erzeugt kleine kognitive Reibungsverluste – ähnlich wie ein Motor, der ständig hoch- und runterdreht.


Studien zeigen: Je häufiger wir unsere Aufmerksamkeit zerstreuen, desto schwächer werden die neuronalen Netzwerke, die für tiefes Denken, Selbstregulation und emotionale Stabilität zuständig sind.


Umgekehrt gilt: Längere Phasen stabilen Fokus trainieren genau jene Hirnareale, die für innere Ruhe, Entscheidungsstärke und mentale Widerstandskraft verantwortlich sind.


Fokus ist also kein Luxus. Er ist ein biologischer Schlüssel zur geistigen Gesundheit.



Fokus ist eine energetische Ausrichtung


Doch Fokus ist nicht nur ein neurologischer Vorgang – er ist auch ein energetischer.

Alles, worauf du deine Aufmerksamkeit richtest, wird in deinem Erleben stärker. Gedanken, Emotionen, Körperempfindungen. Sie alle folgen deiner Wahrnehmung wie ein Scheinwerfer, der einen Teil der Bühne beleuchtet und den Rest in den Hintergrund rückt.


In Meditationslehren heißt es:

„Die Energie folgt der Aufmerksamkeit.“

Moderne Psychologie würde sagen:

„Neuronale Aktivierung folgt der Achtsamkeit.“

Beides beschreibt dasselbe Prinzip.


Wenn dein Fokus ständig zersplittert ist, zerstreut sich auch dein inneres Erleben. Wenn dein Fokus gesammelt ist, beginnt sich auch dein Inneres zu ordnen.



Warum Fokus dein Nervensystem beruhigt


Ein unsteter Geist hält den Körper im Alarmzustand. Wenn deine Aufmerksamkeit pausenlos zwischen Reizen springt, interpretiert dein Nervensystem das als Unsicherheit. Es bleibt in einem latenten Stressmodus.


Ruhiger, gleichmäßiger Fokus wirkt wie ein Signal von Sicherheit:

„Hier ist nichts, was sofort gelöst oder bekämpft werden muss.“

Dadurch schaltet der Körper vom sympathischen (Stress-)Modus in den parasympathischen (Regenerations-)Modus. Herzschlag, Atem, Muskelspannung und Gedanken verlangsamen sich.

Fokus wird zu einer Form innerer Erdung.



Praktische Übungen


Die 60-Sekunden-Fokusübung


Diese Übung nutzt ein simples Prinzip: Wenn du deine Wahrnehmung stabil auf einen Punkt richtest, synchronisieren sich Geist und Nervensystem.


So funktioniert sie:


  1. Wähle einen festen Punkt vor dir – einen Punkt an der Wand, eine Kerze, einen Gegenstand oder das Bild unten

  2. Richte deinen Blick sanft, aber konsequent auf diesen Punkt.

  3. Für 60 Sekunden bleibst du nur dort.

  4. Gedanken dürfen kommen – du kehrst einfach immer wieder zum Punkt zurück.

  5. Kein Erzwingen. Nur ein ruhiges Zurückkehren.


Diese eine Minute wirkt wie ein Reset für dein mentales System.


Wasserfall, schwarzer Punkt in der Mitte, Bach

Die 6-2-8-Atemtechnik


Atem und Fokus verstärken sich gegenseitig. Diese Atemtechnik bringt beides in eine rhythmische Ordnung.


So funktioniert sie:

  • 6 Sekunden einatmen

  • 2 Sekunden Atem halten

  • 8 Sekunden ausatmen

Wiederhole diesen Zyklus 6–10 Mal.


Die lange Ausatmung aktiviert gezielt den Vagusnerv. Gleichzeitig zwingt die Zählstruktur deinen Geist in einen gleichmäßigen Fokus.



Fokus verändert deine Wahrnehmung der Welt


Je ruhiger und klarer dein Fokus wird, desto feiner wird deine Wahrnehmung. Du bemerkst Nuancen in Gesprächen, in deinem Körper, in deinen Emotionen. Entscheidungen fallen nicht mehr aus Reizreaktionen, sondern aus innerer Stimmigkeit.


Fokus bringt dich zurück in den Moment und der Moment ist der einzige Ort, an dem echte Veränderung geschieht.



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