Eisbaden: Was passiert wirklich in deinem Körper?
- Max Astner

- vor 7 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Eisbaden klingt für viele zunächst nach Wahnsinn.
Doch wer den ersten Kälteschock überwunden hat, erlebt oft von einen euphorischen Zustand und bekommt eine stählerne Gesundheit.
Aber was sagt die Wissenschaft dazu?
Heute werfen wir einen Blick unter die Haut und schauen uns zwei der spannendsten Effekte an: Die Aktivierung des braunen Fettgewebes und den Boost für dein Immunsystem.
1. Das "gute" Fett: Wie Kälte den Stoffwechsel anheizt
Die meisten von uns assoziieren Körperfett mit den ungeliebten Depots an Bauch oder Hüfte. Das ist das sogenannte weiße Fett, das primär als Energiespeicher dient.
Es gibt jedoch noch eine andere Art: Das braune Fettgewebe (BAT).
Seine Hauptaufgabe ist die Thermogenese. Thermogenese ist nichts anderes als die Wärmeerzeugung.
Der Heizkraftwerk-Effekt
Sobald du in kaltes Wasser steigst, registriert dein Körper einen massiven Temperaturabfall.
Um die lebenswichtigen Organe warm zu halten, aktiviert das Gehirn das braune Fett.
Im Gegensatz zu weißem Fett ist dieses vollgepackt mit Mitochondrien (den Kraftwerken der Zellen).
Energieverbrauch: Braunes Fett verbrennt Glukose und Fettsäuren, um Wärme zu erzeugen.
Stoffwechsel-Boost: Regelmäßiges Eisbaden kann die Menge und Aktivität deines braunen Fetts erhöhen, was langfristig deinen Grundumsatz steigert und die Insulinsensitivität (wie gut Zellen auf Insulin ansprechen) verbessern kann.
2. Das Immunsystem: Training für die Abwehrkräfte
Ein weit verbreiteter Mythos ist, dass man von Kälte direkt krank wird.
Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall, sofern man es richtig dosiert.
Eisbaden wirkt wie ein „Fitnessstudio“ für deine Immunzellen.
Die Hormon-Kaskade
Der Kältereiz löst eine kontrollierte Stressreaktion aus.
Dabei werden Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet.
Diese Hormone sorgen nicht nur dafür, dass du hellwach bist, sondern sie wirken auch modulierend auf das Immunsystem.
Leukozyten-Anstieg: Studien (u.a. von der Radboud Universität) haben gezeigt, dass Menschen, die sich regelmäßig Kälte aussetzen, eine höhere Anzahl an weißen Blutkörperchen (Leukozyten) produzieren. Diese sind deine erste Verteidigungslinie gegen Viren und Bakterien.
Entzündungshemmung: Kurze, intensive Kältereize können dabei helfen, chronische Entzündungswerte im Körper zu senken.
Wichtig: Der Schlüssel liegt in der Hormesis. Das ist das Prinzip, bei dem ein kurzer, intensiver Stressor den Körper stärker macht, während zu langer Stress schaden würde.
Fazit: Lohnt sich ein Eisbad?
Wissenschaftlich gesehen: Ja. Durch Eisbaden transformierst du deinen Körper von einem reinen "Energiespeicher Modus" in einen aktiven "Verbrennungs und Regenerations-Modus".
Du trainierst dein Herz-Kreislauf-System und stimulierst dein Immunsystem auf eine Weise, die im modernen, geheizten Alltag kaum noch vorkommt.
Wenn auch du die Kraft der Kälte, im wahrsten Sinne des Wortes "hautnah" erleben möchtest, dann kontaktiere uns einfach und wir erleben gemeinsam die Kraft der Kälte.





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